Gespinstmotten an Gehölzen - harmlos für Mensch und Tier
Derzeit treten in verschiedenen Bereichen wieder vermehrt Gespinstmotten auf. Die Raupen überziehen Sträucher und Bäume mit auffälligen weißen Gespinsten. Besonders betroffen sind häufig Traubenkirschen, Pfaffenhütchen, Obstgehölze oder Weiden.
Die Tiere und Gespinste wirken auf den ersten Blick oft bedrohlich, sind jedoch für Menschen und Haustiere ungefährlich. Es handelt sich nicht um den Eichenprozessionsspinner. Die Raupen besitzen keine gesundheitsschädlichen Brennhaare.
Typische Erscheinung
- weiße, dichte Gespinste an Sträuchern und Bäumen
- zahlreiche Raupen innerhalb der Gespinste
- teilweise starker Blattfraß bis hin zum Kahlfraß
Die betroffenen Gehölze treiben in der Regel wieder aus. Die Gespinstmotten bilden nur eine Generation pro Jahr.
Hinweise zum richtigen Verhalten
- Bitte die Gespinste möglichst nicht beschädigen oder entfernen.
- Ein Kontakt mit den Raupen ist unbedenklich, dennoch sollten die Tiere nicht unnötig gestört werden.
- Eine Bekämpfung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich.
- Absperrungen oder besondere Schutzmaßnahmen sind nicht notwendig.
Die Entwicklung der Raupen endet nach einigen Wochen von selbst. Anschließend verschwinden die Gespinste wieder weitgehend aus dem Erscheinungsbild der Pflanzen. So werden die Bäume und Sträucher zwar geschwächt aber nicht dauerhaft geschädigt.
Weiterführende Infos gibt es bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein