Ausstellungen im Rathaus
Seit vielen Jahren stellen regionale Kunst- und Kulturschaffende mit verschiedenen Stilrichtungen ihre Werke im Foyer des Rathauses der Stadt Bad Schwartau aus.
Machen Sie mit!
Wer seine Werke im Rathaus der Stadt Bad Schwartau ausstellen möchte, kann sich gern um einen Zeitraum bewerben.
Bei Interesse sind folgende Unterlagen formlos bis zum 30. September eines jeden Jahres per E-Mail an ausstellung@bad-schwartau.de zu senden: Vita, Titel der geplanten Ausstellung, Anschauungsmaterial und gegebenenfalls Referenzen. Die Bewerbung wird dann jeweils für das Folgejahr berücksichtigt.
Die aktuelle Richtlinie für die Durchführung von Ausstellungen im Rathaus der Stadt Bad Schwartau ist HIER einsehbar.
Wer sich zunächst einmal ein Bild der Ausstellungsfläche im 1. Obergeschoss vor dem Ratssaal machen möchte, ist herzlich eingeladen, die aktuelle Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besuchen.
2025 // Der Tod ist ständig unter uns
Am Sonnabend den 06. Dezember 2025 wurde um 11:00 Uhr im Rathaus die Ausstellung „Der Tod ist ständig unter uns“ eröffnet.
Die Ausstellung, die von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen entwickelt und vom Auswärtigen Amt finanziert wurde, ist bis zum 27. Januar 2026 während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich.
Riga war einst das Zentrum jüdischen Lebens in Lettland. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen im Juli 1941 wurde die Stadt zu einem Zielort nationalsozialistischer Deportationen und zu einem zentralen Schauplatz der Vernichtungspolitik. Angehörige von SS, Polizei und Wehrmacht sowie lokale Hilfstruppen ermordeten nahezu alle lettischen Jüdinnen und Juden sowie die aus Deutschland, Wien, Prag und Brünn deportierten Menschen. Unter den nach Riga Deportierten befand sich auch das Ehepaar Eugen und Judith Lucie Jaschek aus Bad Schwartau mit seinen zwei Söhnen Jürgen und Jochen.
Nur wenige Überlebende kehrten nach dem Krieg in ihre Heimat zurück. Viele von ihnen kämpften vergeblich um Anerkennung und Gerechtigkeit. Eine umfassende juristische Aufarbeitung der Verbrechen fand nicht statt, und das politische Interesse am Gedenken an die jüdischen Opfer blieb lange Zeit gering.
Von der vierköpfigen Familie Jaschek überlebte allein der damals 16-jährige Jürgen, der nach dem Krieg in die USA emigrierte. Vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie erinnern heute vier Stolpersteine an das traurige Schicksal der jüdischen Familie Jaschek.
Die Ausstellung möchte die Deportationen nach Riga und das nationalsozialistische Morden vor Ort sowie den Umgang mit den Verbrechen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im öffentlichen Gedenken Deutschlands wie auch Lettlands verankern.
2025 // Frauen im geteilten Deutschland
Am Dienstag den 11. November 2025 wurde um 17:00 im Rathaus die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ eröffnet.
→ Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch begegnet man (und frau) immer noch vielen Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen steht im Kohlebergbau "ihren Mann". Sie wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Die Westfrau gendert, während die Ostfrau damit nichts anzufangen weiß. Die Ostfrau gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit. Die Liste der Zuschreibungen ist lang. Obwohl sie sich teilweise grotesk widersprechen, zeugen sie doch alle von der Überzeugung, man wisse genau, wie DIE Ostfrau und DIE Westfrau eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar zu sein: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ will auf diese Fragen eine Antwort geben. Herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und kuratiert von Clara Marz ist die Schau ein Beitrag zum 35. Jahrestag der deutschen Einheit. Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt.
Die Ausstellung wird bis zum 27. November 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen sein.
2025 // Jenseits der Wahrnehmung. Experimentelle Fotografie
Am Dienstag den 09. September 2025 wurde um 17:00 im Rathaus die Ausstellung „Jenseits der Wahrnehmung. Experimentelle Fotografie“ der Künslterin Martina Lakomy eröffnet.
Die neue Ausstellung präsentiert Werke der Künstlerin Martina Lakomy, die Kameras und Objektive jenseits der gängigen Regeln der Fotografie einsetzt.
Die Lust, zu experimentieren und sich Alltäglichem mit anderer Sichtweise zu nähern – zwischen der Realität dessen, was das menschliche Auge wahrnehmen und dem, was die Kamera technisch erzeugen kann – führt Martina Lakomy immer wieder zu neuen Experimenten.
Alle Motive sind in der Region aufgenommen.
Die Ausstellung wird bis zum 6. November 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen sein.
2025 // Impressionen in Farbe & Form
Am Dienstag den 22. Juli 2025 wurde um 17:00 im Rathaus die Ausstellung „Impressionen in Farbe & Form“ in der die Künstlerin Cornelia Schneider eröffnet.
Die neue Ausstellung präsentiert expressive Bildwelten, die durch durch Spontanität, Emotion und Experimentierfreude geprägt sind.
In ihren Arbeiten – von großformatigen Leinwänden bis hin zu kleineren, informellen Formaten – verbindet Cornelia Schneider Acryl-, Öl- und Pigmentfarben mit ungewöhnlichen Materialien wie Rost, Wachs, Bitumen, Marmormehl und Asche. Entstanden sind dabei eindrucksvolle abstrakte Kompositionen, die der Fantasie der Betrachtenden bewusst viel Raum lassen.
Die Ausstellung wird bis zum 5. September 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen sein.
2025 // Innerer Museumstag. Welcher Augenblick berührt uns wirklich in unserem Innersten
Am Dienstag den 20. Mai 2025 wurde um 17:00 im Rathaus die Ausstellung „Innerer Museumstag. Welcher Augenblick berührt uns wirklich in unserem Innersten“ eröffnet, in der die Künstlerin Melanie Benthien ausdrucksstarke Fotografien und tiefgehende Texte kombiniert hat.
Die Ausstellung schafft in einer Zeit voller visueller Reizüberflutung einen Moment des Innehaltens. Sie eröffnet einen Raum für Reflexion, für das Erkennen des Wesentlichen und für die Momente, die die Seele bewegen. Oft sind es die leisen, scheinbar unscheinbaren Augenblicke, die die Menschen tief im Inneren berühren. Jeder dieser Momente trägt eine eigene Geschichte in sich, die sich mit der Erfahrung verbindet und nachklingt. Die Ausstellung animiert die Besucherinnen und Besucher, genau hinzusehen und zu erspüren, welche kleinen, vergänglichen Augenblicke das Innerste erreichen.
Die eingefangenen Szenen regen zum Nachdenken an und lassen Raum für persönliche Interpretationen.
Die Ausstellung wird bis zum 17. Juli 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen sein.
2025 // Zwischen Macke und Münter
Am Dienstag den 18. März 2025 wurde um 17:00 im Rathaus die Ausstellung „Zwischen Macke und Münter“ eröffnet. Es handelt sich um eine Ausstellung der Donnerstagsmalerinnen der Volkshochschule Bad Schwartau.
Der Kern der Bad Schwartauer Malgruppe der Volkshochschule besteht seit sieben Jahren. Im Laufe der Zeit hat sich eine faszinierende Gruppe gebildet, die über die reine Malerei hinausgeht. Ihre Arbeit umfasst nicht nur das Malen, sondern auch Ausstellungsberichte, kunsthistorische Recherchen und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Künstlern und Epochen.
Die freischaffende Künstlerin und Dozentin Maria-Isabel Brandis hat die Gruppe mit Leidenschaft unterstützt und sie bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen begleitet. „Wir haben das große Glück, als Künstler vieles neu zu interpretieren, uns das Leben bunt zu malen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Kritik zu üben oder einfach schöne Stunden in unserer bunten Welt zu verbringen und für dieses Glück dankbar zu sein“, sagt Brandis.
Die Werke von August Macke und Gabriele Münter haben die Gruppe besonders inspiriert und wurden von den Künstlerinnen neu interpretiert. Aber auch eigenständige Werke sind zu sehen. Zu den ausstellenden Künstlerinnen gehören Petra Bucklisch, Birthe Dietrich, Dr. Susanne Gerstenberg, Christa Konrad, Karen Krenzien, Elke Meimerstorf, Gaby Spiller, Jutta Thormählen, Ursula Möller, Lilly Brückner, Brigitte Sasseshagen und Sabine Gerds. Die Künstlerinnen werden bei der Eröffnung anwesend sein, sodass interessante Gedankenaustausche stattfinden können.
Die Ausstellung wird bis zum 15. Mai 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen sein.
2025 // Die Mütter des Grundgesetzes
Am Dienstag den 04.02.2025 wurde um 17:00 Uhr im Rathaus die Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetztes“ eröffnet. Im Anschluss an die Eröffnungsansprachen der Bürgermeisterin und der Gleichstellungsbeauftragten wurde ab 18:00 Uhr ein thematisch passender Spielfilm im Sitzungssaal gezeigt.
Auf 17 Plakaten präsentiert die Ausstellung das Leben und Wirken der vier Frauen im Parlamentarischen Rat, die 1949 die Verankerung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz erkämpften. Besonderes Highlight: Schülerinnen der der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule haben ein eigenes Ausstellungsplakat beigesteuert.
Die Ausstellung ist ein Angebot des Helene Weber-Kollegs und wird umgesetzt von der EAF Berlin und gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen &Jugend und wird bis zum 13. März 2025 zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Rathauses (1.OG) zu sehen sein.