Klimaschutzkonzept
Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Schwartau basiert auf der Analyse sämtlicher Handlungsfelder der Kommune, die aus Sicht des Klimaschutzes relevant sind, um Potenziale und Anknüpfungspunkte für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu ermitteln. Für entsprechende Potenziale wurden Maßnahmen erarbeitet, die der Erreichung der übergeordneten Zielsetzung dienen, bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.
Der Stadt kommt im Bereich des Klimaschutzes in ihrer Rolle als Verbraucher und Vorbild, als Planer und Regulierer, bis hin zum Motivator und Berater eine gewichtige Aufgabe zu. Der Fokus der beschriebenen Klimaschutzmaßnahmen wurde daher auf Bereiche gelegt, auf die die Kommune unmittelbar Einfluss ausüben kann. Effektiver Klimaschutz kann nur als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen der Gesellschaft gelingen, sodass die Stadt als positives Beispiel vorangehen und auf unterschiedlichen Ebenen die bestmögliche Wirkung erzielen möchte. Die Grundlage hierfür wird mit dem vorliegenden Konzept gelegt.
Die finale Version des Klimaschutzkonzeptes:
Förderinformation:
Das Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Schwartau wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Projekttitel: „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutz-konzeptes durch ein Klimaschutzmanagement für die Stadt Bad Schwartau“
(Förderkennzeichen: 67K18535).
Themen
Kommunaler Wärme- und Kälteplan ist einsehbar: Stellungnahmen erwünscht!
Der Entwurf des kommunalen Wärme- und Kälteplans der Stadt Bad Schwartau wird im Zeitraum vom 01.04.2026 bis 30.06.2026 öffentlich ausgelegt. Die Einsichtnahme ist online auf der Webseite der Stadt Bad Schwartau (www.bad-schwartau.de/Stadt-Menschen/Klimaschutz) oder im Rathaus zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung möglich.
Während der Auslegungsfrist besteht für interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, schriftliche oder mündliche Stellungnahmen zum Entwurf abzugeben. Stellungnahmen sind an Herrn Fellenberg (thies.fellenberg@bad-schwartau.de, Tel.: 0451 / 2000 – 2614) zu richten. Die Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und sich aktiv an der Weiterentwicklung einer kosteneffizienten, treibhausgasneutralen Wärmeversorgung zu beteiligen.
Die Stadt Bad Schwartau ist nach dem Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG) verpflichtet, bis Juni 2028 einen kommunalen Wärme- und Kälteplan zu erstellen. Dieser soll den Weg zu einer kosteneffizienten, treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045 ebnen und zukünftig als Grundlage weiterer Planungen dienen. Für die Bürgerinnen und Bürger bieten die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung eine Orientierung bei Auswahl einer passenden Lösung, wenn die Installation einer neuen Heizung bevorsteht.
Im Rahmen der kommunalen Wärme- und Kälteplanung wurde in der Bestands- und Bedarfsanalyse mit der Erhebung der Energieverbräuche, des Gebäudebestands sowie der Infrastruktur der Wärmeversorgung und bestehender Heizungsanlagen zusammen mit einer Bedarfsanalyse die Grundlage für die Planung einer klimaneutralen Wärmeversorgung 2045 in Bad Schwartau erarbeitet.
Das gesamte Stadtgebiet wurde auf Basis der Wärmedichte auf die potenzielle Eignung für Wärmenetze und dezentrale Versorgung geprüft. Hohe und verdichtete Wärmebedarfe wurden insbesondere im Stadtzentrum, im Gebiet Vorwerk, in Kaltenhof, entlang der Straße Riesebusch sowie im Wohngebiet bei der Albert-Schweitzer-Straße identifiziert. Diese Gebiete bieten sich aufgrund ihrer Wärmedichte potenziell für die Umsetzung von Wärmenetzen an.
In Bad Schwartau gibt es zwei Bestandswärmenetze, die einen Anteil von etwa 3-4 % der gesamten Wärmeversorgung haben. Das größere Wärmenetz befindet sich in der Ludwig-Jahn-Straße und versorgt neben kommunalen Gebäuden in der Ludwig-Jahn-Straße und im zentralen Stadtbereich auch das Wohngebiet Kornrade. Ein kleineres Wärmenetz besteht in der Albert-Schweitzer-Straße und versorgt die dortigen Mehrfamiliengebäude.
Die übrigen Gebiete Bad Schwartaus werden überwiegend durch Erdgas und zum Teil durch Heizöl mit Wärme versorgt. Zudem werden in geringeren Anteilen Biomasse und Wärmepumpen für die Wärmeversorgung eingesetzt.
Der gesamte Wärmbedarf im Stadtgebiet beträgt 230 GWh/a, wodurch im Wärmesektor jährlich Treibhausgas-Emissionen in Höhe von knapp 52.800 t CO2 verzeichnet werden.
Der kommunale Wärme- und Kälteplan für die Stadt Bad Schwartau wurde von den Firmen Averdung Ingenieure & Berater GmbH und ZEBAU GmbH erarbeitet.
Nach Auslegung und Überprüfung der Stellungnahmen wird der kommunale Wärme- und Kälteplan finalisiert. Der politische Beschluss des kommunalen Wärmeplans ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Den Entwurf des kommunalen Wärme- und Kälteplans der Stadt Bad Schwartau können Sie hier herunterladen:
Solarenergie - Ist Ihr Dach für eine Photovoltaik-Anlage geeignet?
Die Nutzung Erneuerbarer Energien ist ein wesentlicher Baustein zur Beschränkung des Klimawandels. Eine gute und meist wirtschaftliche Möglichkeit zur Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen von Gebäuden. Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage führt zu einer größeren Unabhängigkeit vom Strommarkt und schwankenden Marktpreisen. Neben Photovoltaik-Anlagen gibt es auch Solarthermie-Anlagen, die die Sonnenenergie in Wärme umwandeln und so zum Erhitzen des Wassers oder zum Heizen genutzt werden können.
Üblicherweise liegt der Anteil des Eigenverbrauchs des erzeugten Stroms der Haushalte bei rund 30%. Dieser Wert lässt sich durch die Installation eines Batteriespeichers auf etwa 70% steigern. Der verbleibende Anteil des Stroms aus der Photovoltaik-Anlage, der nicht selbst genutzt wird, kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Hierfür wird eine Einspeisevergütung gezahlt, die ebenfalls zur Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlage beiträgt.
Für Details bei der Planung einer Photovoltaik-Anlage soll hier auf die Webseite der Verbraucherzentrale verwiesen werden, die umfassende und unabhängige Informationen zusammengestellt hat (Link: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/photovoltaik-was-bei-der-planung-einer-solaranlage-wichtig-ist-5574).
Für Hauseigentümer oder potenzielle Grundstückskäufer bieten die Stadtwerke Kiel ein Solarkataster für Gebäude in Schleswig-Holstein unter www.solarkataster-sh.de an. Es können landesweit sämtliche Gebäude angezeigt werden und es lässt sich in wenigen Schritten ermitteln, ob sich Dachflächen potenziell für die Installation einer Photovoltaik-Anlage eignen. Des Weiteren ermöglicht das Solardachkataster des Kreises Ostholstein eine erste grobe Einschätzung des sogenannten Solarpotenzials (Link: https://klimaschutz.kreis-oh.de/Beratung/Solar-auf-meinem-Dach/Solardachkataster/).
Sofern Sie eine präzise Einschätzung Ihres Solarpotenzials und der potenziellen Rendite erhalten möchten, nehmen Sie Kontakt zu einer Energieberatung, z.B. der Verbraucherzentrale, oder direkt zu Fachfirmen auf. Ein Angebotsvergleich ist in jedem Fall zu empfehlen.
Beratungen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale, per Video, telefonisch oder online sind aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) kostenfrei. Erforderliche Beratungen bei Ihnen zu Hause kosten maximal 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind sämtliche Beratungsangebote kostenfrei. Weitere Informationen zu den Beratungsangeboten finden Sie hier: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/erneuerbare-energien/photovoltaik/
Wärmepumpen in Bestandsgebäuden - Möglichkeiten und Herausforderungen im Eigenheim
Die Wärmepumpen-Ampel ist so etwas wie das Solardachkataster für den Einsatz von Wärmepumpen für Wohngebäude!
Unter https://waermepumpen-ampel.ffe.de/ können Bürgerinnen und Bürger eine Einschätzung erhalten, ob eine Wärmepumpe für ihr Gebäude voraussichtlich geeignet ist - oder eben nicht.
Das Webtool wurde von FfE (Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. und Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH, München) entwickelt und weist deutschlandweit die Eignung der Wärmepumpen-Technologien zur Versorgung eines Wohngebäudes aus. Es bietet somit eine Orientierungshilfe für Bürger:innen.
Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes
Anfang Oktober wurde das Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Schwartau vorgestellt. Rund 30 Interessierte tauschten sich über die Ergebnisse und die geplanten Vorhaben in Bad Schwartau aus.
Zunächst wurde der Ausgangszustand durch die Hamburg Institut Consulting GmbH mithilfe einer Energie- und Treibhausgasbilanz für das Stadtgebiet für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr präsentiert. Auf Basis der Potenzialanalyse wurden ein Trend-Szenario (Trendentwicklung ohne gesonderte Anstrengungen zum Schutz des Klimas) und ein Klimaschutz-Szenario (Treibhausgas-Minderung bei Umsetzung einer konsequenten Klimaschutzpolitik) erstellt. Die Szenarien orientieren sich an den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und geben unter Einbeziehung der Zwischenziele 2030 und 2040 einen Ausblick ins Jahr 2045.
Das Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Schwartau basiert auf der Analyse sämtlicher Handlungsfelder der Kommune, die aus Sicht des Klimaschutzes relevant sind, um Potenziale und Anknüpfungspunkte für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu ermitteln. Diese Potenziale wurden mit Maßnahmen hinterlegt, die der Erreichung der übergeordneten Zielsetzung dienen, um bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.
Weitere Informationen finden Sie in den Präsentationen:
- Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Bad Schwartau (PDF, 479 kB)
- Integriertes Klimaschutzkonzept Bad Schwartau (PDF, 4.4 MB)
Das Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Schwartau wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Projekttitel: „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes durch ein Klimaschutzmanagement für die Stadt Bad Schwartau“ Projektlaufzeit: 01.09.2022 – 31.07.2025 Förderkennzeichen: 67K18535 Projektträger: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.