Ehrenbürger der Stadt Bad Schwartau
1983: Max Steen
Max Steen (* 18. Juni 1898 in Büdelsdorf; † 6. Juni 1997) war ein deutscher Lehrer und Heimatforscher. In seinem Werk setzte er sich insbesondere mit der Geschichte der Stadt Bad Schwartau auseinander. Daneben trat er als Förderer der niederdeutschen Sprache in Erscheinung.
Steen wuchs zunächst in seinem Geburtsort auf. Er absolvierte das Lehrerseminar in Rendsburg. 1920 kam er nach Pansdorf und ließ sich schließlich 1929 in Rensefeld dauerhaft nieder. Von 1929 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1964 wirkte er als Lehrer an der Grund- und Hauptschule des Ortes, der er ab 1948 auch als Rektor vorstand.
Neben seinem Beruf widmete er sich der Erforschung der Heimatgeschichte und der Pflege der niederdeutschen Sprache. Steen veröffentlichte Bücher mit niederdeutschen Erzählungen und Werke zur Heimatgeschichte. Daneben setzte er sich nachhaltig für den Aufbau des Heimatmuseums von Bad Schwartau ein, dessen erster Kurator er war.
Max Steen war 1966 Gründungsmitglied und bis 1974 Schriftführer des Heimatverbandes Eutin.
Auszeichnungen
- 18. Juni 1978: Ehrenteller der Stadt Bad Schwartau
- 12. Juni 1981: Verleihung der Schleswig-Holstein-Medaille als Zeichen dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um die Heimat
- 18. Juni 1983: Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Schwartau, anlässlich seines 85. Geburtstages
- Nach ihm ist der Max-Steen-Weg im Bad Schwartauer Ortsteil Rensefeld benannt.
(Quelle: wikipedia)
2025: Dr. Arend Oetker
Arend Heinrich Rudolf Oetker (* 30. März 1939 in Bielefeld) ist ein deutscher Konzernchef der Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co. KG in Berlin, Ehrenpräsident des Bundesverband der Deutschen Industrie und Mitglied der CDU. Oetker ist ein Urenkel von August Oetker und Cousin von Richard Oetker.
Leben und Wirken
Oetker wurde als Sohn des Landwirts Heinrich Oetker und der Ursula Oetker (geb. Oetker), der älteren Schwester von Rudolf-August Oetker, geboren. Arend Oetker wuchs auf dem Rittergut Hornoldendorf mit vier jüngeren Geschwistern auf. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium Leopoldinum in Detmold leistete er seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe und absolvierte 1960 eine Lehre als Kaufmann im Außenhandel bei Münchmeyer & Co. in Hamburg. Dem folgte ein Studium der Betriebswirtschaft und der Politischen Wissenschaften in Hamburg, Berlin und Köln, das Arend Oetker 1967 mit der Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Köln beendete; im Anschluss trat er das Erbe seiner Mutter an und übernahm die Leitung der Schwartauer Werke.
1995 übernahm seine Firma Schwartau International GmbH die Schweizer Konserven- und Konfitürenfirma Hero. Über die Dr. Arend Oetker Holding hält Arend Oetker weitere Unternehmensbeteiligungen, unter anderem auch in den Bereichen Saatgut (KWS SAAT AG), Rohstoffhandel und Schifffahrt (u. a. Beteiligung an der Fähr-Reederei TT-Line). Das Manager Magazin erklärte Oetker 2002 zu einem der „50 Mächtigsten der deutschen Wirtschaft“. Die New Yorker Zeitschrift Art News zählt ihn zu den weltweit aktivsten Kunstsammlern. Seit 1982 ist er Mitglied der CDU.
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen und Ämter:
- Mitglied des Kuratoriums der Förderstiftung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH)
- Mitglied im Beirat der Deutsche Bahn Stiftung.
- Ehrenmitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.
- Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
- Kuratoriumsmitglied des Vereins der Freunde der Nationalgalerie
- Aufsichtsratsmitglied bei KWS SAAT SE, Berliner Philharmonie und der Leipziger Messe und anderen
- Mitglied im Kuratorium der Stiftung Bach-Archiv Leipzig
- Stifter eines Lehrstuhls für leadership an der Handelshochschule Leipzig (HHL)
- Kuratoriumsmitglied und Stellvertretender Vorsitzender Fritz Thyssen Stiftung
- Senatsmitglied der Max-Planck-Gesellschaft
- Anteilseigner und ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrats der Carl Remigius Fresenius Education AG
Von 2000 bis 2005 war Oetker Vorsitzender des Vorstandes der Atlantik-Brücke e. V. und von 1998 bis 2013 Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Außerdem ist er Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa. Bis Juni 2019 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und übergab das Amt zu diesem Zeitpunkt an Thomas Enders. Im August 2010 unterzeichneten Arend Oetker und etwa 40 andere Prominente den Energiepolitischen Appell für eine Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke.
Arend Oetker ist verheiratet mit Brigitte Oetker und hat fünf Kinder. Er war Hauptmann der Reserve bei der Luftwaffe. Oetker besitzt den Rennstall Hornoldendorf, der den Derbysieger von 2014 Lucky Speed hervorbrachte.[10]
Auszeichnungen
1989: Maecenas-Ehrung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e. V. – AsKI.
2007: Preis Soziale Marktwirtschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung
2007: Großes Verdienstkreuz
2010: Verdienstorden des Landes Berlin
2019: Aachener Unternehmerpreis des Business Club Aachen Maastricht e. V.
2025: Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Schwartau
(Quelle: wikipedia)