Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) - Auswirkungen auf Bad Schwartau
Ein europäisches Infrastrukturprojekt zu Lasten der über 110-jährigen, gewachsenen städtischen Gemeinschaft und der Betroffenheit von mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Bad Schwartau.
Aktuelles
Wichtiger Termin: 19.05.2026, ab 17:00 Uhr!
Die Deutsche Bahn lädt zur öffentlichen Infoveranstaltung in die Krummlandhalle ein.
Die Feste Fehmarnbeltquerung geht UNS ALLE etwas an.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sich über die aktuellen Planungen des Bauabschnittes der Schienenanbindung, die durch das Stadtgebiet von Bad Schwartau verläuft, zu informieren. Nutzen Sie die Gelegenheit und stellen Sie dem Team der Deutschen Bahn Ihre Fragen, die für Sie bis heute noch unbeantwortet sind.
Diese Veranstaltung der Deutschen Bahn ist ein wichtiger Termin zur Information der Bürgerinnen und Bürger und bietet eine Orientierung für mögliche Einwendungen nach Offenlegung der Pläne für den Streckenabschnitt 1.1 (Bad Schwartau).
Save the date!
Die Stadtverwaltung lädt am 15.06.2026 um 18:00 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger zur eigenen Informationsveranstaltung zu den Planungen des Streckenabschnitts Bad Schwartau ein. Hier erfahren Sie u.a. alles rund um das Thema „Einwendungen“. Details zu dieser Veranstaltung erfahren Sie rechtzeitig über die Medien und auf der Internetseite der Stadt Bad Schwartau.
Das Planfeststellungsverfahren für die Schienenhinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) ist ein hochsensibles Thema, da die Trasse direkt durch das Stadtgebiet führt.
Welche offiziellen Schritte sind im Planfestellungsverfahren für die Stadt Bad Schwartau und für alle Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich zu beachten? Das sind die einzelnen Schritte:
- Einreichung der Pläne: Die Deutsche Bahn reicht die fertigen Planungsunterlagen für den Abschnitt Bad Schwartau (PFA 1.1) beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ein.
- Offenlegung (Bekanntmachung): Die Unterlagen liegen für einen Monat öffentlich im Rathaus und online auf dem Portal für Offenlegung und Beteiligung zur Einsicht aus.
- Einwendungsfrist: Ab Beginn der Auslegung haben Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange bis zwei Wochen nach Ende der Auslegungsfrist Zeit, schriftlich Einwendungen beim EBA oder der Stadt einzureichen.
- Erörterungstermin: Das EBA lädt alle Einwendende ein, um deren Argumente direkt mit Vertretern der Deutschen Bahn zu diskutieren.
- Planfeststellungsbeschluss: Nach Abwägung aller Belange erlässt die Behörde den Beschluss, der wie eine Baugenehmigung wirkt.
- Klagefrist: Nach Zustellung des Beschlusses bleibt den Betroffenen ein Monat Zeit, um vor dem Bundesverwaltungsgericht dagegen zu klagen.
Die Stadt Bad Schwartau wird alle Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über die exakten Termine im Planfestellungsverfahren informieren und Hilfestellungen bei Formulierungen möglicher Einwendungen (Muster-Einwendungen) bieten.
Hier die offizielle Einladung der Deutschen Bahn:
Weitere Informationen der Deutschen Bahn finden Sie hier:
Aktuelle Meldungen der Deutschen Bahn
1. Was ist die FFBQ und die damit verbundene Hinterlandanbindung?
Die FFBQ (Feste Fehmarnbeltquerung) ist ein großes europäisches Infrastrukturprojekt, das eine feste Verbindung (Absenktunnel) zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland schafft. Dazu gehören eine zweigleisige Eisenbahn- und eine vierspurige Straßenverbindung.
Die Hinterlandanbindung ist der deutsche Streckenabschnitt der FFBQ. Sie soll die neue Tunnelverbindung zwischen Fehmarn und Dänemark mit dem bestehenden Schienen- und Straßennetz im Hinterland verbinden – vor allem mit Hamburg und Lübeck.
Warum betrifft es Bad Schwartau?
Die geplante Trasse der Bahn führt direkt durch Bad Schwartau (Abschnitt 1.1) mit den folgenden von der Deutschen Bahn geplanten Maßnahmen:
- Tieferlegung der Gleise (bis ca. 3,20 m) und Führung in einem Erschütterungstrog,
- Aufhebung von Bahnübergängen (durch Brücke und Personentunnel ersetzt),
- Modernisierung des Bahnhofs mit zusätzlichem Gleis,
- Rodung von mehreren tausend Bäumen (u.a. im Stadtwald),
- Bau von Lärmschutzwänden, Brücken etc.
Die kritischen Punkte des Streckenausbaus im Abschnitt Bad Schwartau zeigt die nachfolgende Karte:
Für die Schwartauer Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität im Kurort:
- mehr Lärm und Erschütterungen,
- Verlust von Grünflächen und Natur,
- Mehrbelastungen für direkt betroffene Stadtteile sowie
- mögliche Wertverluste von Immobilien.
2. Die wichtigsten Betroffenheiten für die Stadt Bad Schwartau
- Waldrodung
Mindestens 7 Hektar Wald, eine Fläche von ca. 10 Fußballfeldern, werden gerodet. Wertvolle Naherholungsräume für mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Bad Schwartau gehen verloren. Ebenso zerstört werden eingewachsene Naturflächen, die bisher als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dienen.
Vertiefende Informationen hier:
- Erschütterungen
Fahrende Züge verursachen spürbare Erschütterungen, die sich im Boden (Vibrationen) und in der Luft als Luftschall (Geräusche) ausbreiten. Nicht nur, dass durch diese Erschütterungen Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern vor allem die Gesundheit der Menschen, u.a. durch nächtliche Schlafbeeinträchtigungen.
Vertiefende Informationen hier:
- Verkehrschaos
Jahrelange Bauarbeiten mit Sperrungen, Umleitungen und Baustellenverkehr, der Wohngebiete mit Lärm, Staub und weiteren Erschütterungen belastet. Nicht nur der Zugang zur Innenstadt aus den Stadtteilen Marienholm Kaltenhof ist stark beeinträchtigt, sondern auch Fußgänger und Radfahrende sind einer erhöhten Gefährdung durch den Baubetrieb ausgesetzt.
Vertiefende Informationen hier:
3. Kritik und Forderungen der Stadt Bad Schwartau
Die Stadt Bad Schwartau kritisiert, die aktuelle Planung der Deutschen Bahn, nämlich den Ausbau der Bestandsstrecke durch Bad Schwartau (Abschnitt 1.1) vorzugswürdig durchzuführen. Bestehende Wohngebiete, Grünflächen, Verkehrswege und die Stadtgemeinschaft von mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner werden ganz erheblich beeinträchtigt. Aus Sicht der Stadt sind die bisherigen Planungen unzureichend und unzumutbar.
Mit einstimmigem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung fordert die Stadt Bad Schwartau, dass im Zuge der Planungen zur Hinterlandanbindung der festen Fehmarnbeltquerung eine sachgerechte und vergleichbare Untersuchung aller möglichen Trassenvarianten im Planungsabschnitt 1 durchgeführt wird. In die Variantenuntersuchung ist insbesondere die X-Trassenvariante (Umfahrung der Ortslage Bad Schwartau über Dänischburg) einzubeziehen.
Eine Übersicht zu den möglichen Trassen-Varianten im Abschnitt Bad Schwartau zeigt die nachfolgende Grafik:
Um den größtmöglichen Schaden für die Menschen in Bad Schwartau, die Tiere, Flora & Fauna und für das gesamte Stadtgefüge abzuwehren, sollte die Ortslage Bad Schwartau umfahren werden.
4. Was bedeutet das für mich als Bürgerin oder Bürger der Stadt?
- Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen hier auf der Webseite
- Bringen Sie Ihre Einwendungen im Planfeststellungsverfahren ein
- Unterstützen Sie Initiativen, die sich für umwelt- und stadtrelevante Belange einsetzen
Die Stadt Bad Schwartau wird Sie rechtzeitig über alle wichtigen Geschehnisse rund um die Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung über die Medien und auf der Internetseite der Stadt informieren.
5. Zusatzinformationen
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Chronologie der Entwicklungen
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Beschlüsse & Stellungnahmen aus den Ausschüssen und anderen Terminen
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Gremien & Organe der Dialogstruktur zum Thema FFBQ
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Weiterführende Links