2022 // Bürgermeister besucht das Museumsdepot

Bild vergrößern: Zu sehen sind Archivar Reiß, Bürgermeister Dr. Brinkmann und Museumsleiterin Ohrtmann  vor einer Backmolle, einem Bettwärmer, einem Feuerlöscheimer und eine Schnitzbank unter dem Torbogen des ehemaligen Rensefelder Faasch-Hofes aus der Zeit um 1818.
von links: Sven Reiß (Stadtarchiv Bad Schwartau), Dr. Uwe Brinkmann (Bürgermeister a.D.) und Judith Ohrtmann (Museum der Stadt Bad Schwartau)

Am 08.02.2022 besuchte der damalige Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann das Team um Museums- und Kulturmanagerin Judith Ohrtmannin der Schillerstraße, um sich einen Eindruck von der aktuellen Arbeit vor Ort zu machen. Nachdem ihn der neue Stadtarchivar Sven Reiß durch die Archivräume führte, präsentierte ihm Museumsleiterin Judith Ohrtmann den Status Quo bezüglich der Museumssammlung.

Zur Erinnerung nahm Museumsmitarbeiter Carsten Grot ein Foto unter dem Torbogen des ehemaligen Rensefelder Faasch-Hofes aus der Zeit um 1818 auf.

Einige Exponate sah sich der Bürgermeister genauer an. So beispielsweise die auf dem Foto abgebildeten Objekte:

  •  Eine Backmolle – ein hölzerner Trog, der bis in das 20. Jahrhundert vor allem zum Vorbereiten des Teigs beim Backen verwendet wurde. In ärmeren Haushalten wurde die „Molle“ aber auch für andere Tätigkeiten als Behälter, z.B. zum Waschen oder beim Schlachten genutzt.
  • Einen Bettwärmer – er diente in der Frühen Neuzeit dem Wärmen der Schlafstätte. Im 19. Jahrhundert wurde diese mit heißer Kohle gefüllte Messingpfanne von der mit heißem Wasser gefüllten Wärmflasche abgelöst.
  • Einen Feuerlöscheimer – so ein Feuerlöscheimer musste früher in jedem Haushalt vorhanden sein und an einer bestimmten Stelle hängen. Dieser aus Leder gefertigter Feuerlöscheimer stammt aus der Auguststraße 34 und wurde um 1855 verwendet.
  • Eine Schnitzbank – eine solche Schnitzbank ist ein Arbeitsgerät der traditionellen Holzbearbeitung. Sie wurde bis in das 20. Jahrhundert nicht nur in Handwerksbetrieben sondern auch auf landwirtschaftlichen Betrieben genutzt.

Herr Dr. Brinkmann dankte dem dreiköpfigen Team für die engagierte Arbeit und freute sich über die zukunftsweisenden Entwicklungen in Museum und Archiv.