»Wir wollen den maximalen Schutz für Bad Schwartau, für Mensch und Tier!«

Das waren die einleitenden Worte zum Thema Feste Fehmarnbeltquerung des Vorsitzenden Andreas Marks in der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Stadtplanung in der Krummlandhalle am 03.06.2024. Dafür erntete er Applaus des so zahlreich erschienenen Publikums, denn das Thema bewegt aktuell die gesamte Stadtgesellschaft.

Bürgermeisterin Dr. Katrin Engeln ließ es sich nicht nehmen, den geplanten Beschlussvorschlag zur erneuten Untersuchung möglicher Trassenvarianten im Zuge der Planungen zur Hinterlandanbindung von allen Seiten zu beleuchten. Insbesondere die Umfahrung der Ortslage Bad Schwartau über Dänischburg sei bei der Variantenuntersuchung mit einzubeziehen.

Engeln betonte das bisher unermüdliche Engagement der Stadt: Die zahlreichen Rechts- und Verkehrsgutachten, Machbarkeitsstudien und Widersprüche der Stadt gegen die Pläne, Aussagen und Prognosen der Bahn, betreffend der Auswirkungen der Hinterlandanbindung, für das Schwartauer Stadtgebiet. Die große Anstrengung engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie der Verwaltung führten schließlich zu geänderten Pläne der Bahn seit 2012. Irrtümer und Fehler schlichen sich schon damals bei den Variantenuntersuchungen zur Prüfung der Raumverträglichkeit, u.a. im Großraum Bad Schwartau ein, so die Bürgermeisterin.

Genau das will die Verwaltungschefin nicht weiter hinnehmen und so bekräftigt sie an diesem Abend die erforderliche Geschlossenheit von Politik und Verwaltung. Nur so sei zu gewährleisten, dass die für das Gemeinwohl verträglichste Lösung gefunden und Schaden von der Stadt Bad Schwartau abgewendet wird.

Im Anschluß erläuterte Prof. Olaf Bischopink den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, der sich u.a. auf ein wissenschaftliches Gutachten des ehemaligen Vorsitzenden Richters am Bundesverwaltungsgericht, Dr. Ulrich Storost, stützt und eine sachgerechte und rechtskonforme Berücksichtigung einer Trassenvariante über Dänischburg fordert.

Viele besorgte Besucher des Ausschusses stellten an diesem Abend Fagen an die Bürgermeisterin und an die Stadtverordneten bevor dann schließlich einstimmig für den Beschlussvorschlag für die nachfolgende Stadtverordnetenversammlung am 3. Juli 2024 votiert wurde.

Das Kapitel Feste Fehmarnbeltquerung ist damit für Bad Schwartau noch lange nicht zu Ende! Wir wehren uns und werden unsere Forderungen alsbald in der Landes- und Bundespolitik nachdrücklich geltend machen.

Themen wie die "Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes" sowie die Bebauungspläne "Obere Schmiedekoppel" und "Südlich Pohnsdorfer Straße" wurden in der Sitzung nicht minder diskutiert bevor diese gegen 22:00 Uhr schließlich ihr Ende fand.

Weitere Informationen in den Anlagen zur Sitzung unter:
https://www.bad-schwartau.sitzung-online.de/public/to010?SILFDNR=1000464&refresh=false