Ausstellung "Das Leben hat sich direkt vor mich gestellt. Im Dialog mit Otto Schauer"

Datum:

03.09.2026

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Vom 29. Juni bis zum 9. September 2026 präsentiert die VHS-Kreativgruppe „Die Donnerstagsmalerinnen“ ihre neue Ausstellung im Rathaus der Stadt Bad Schwartau. Unter dem Titel „Das Leben hat sich direkt vor mich gestellt. Im Dialog mit Otto Schauer“ widmet sich die Gruppe dem Werk des Malers Otto Schauer (1923–1985) und setzt sich auf kreative Weise mit dessen Bildsprache auseinander. Statt einer klassischen Vernissage zum Ausstellungsbeginn findet am 22. Juli 2026 um 17:00 Uhr eine Midissage im Rathaus statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Der Ausgangspunkt des Projekts war ein außergewöhnliches Buch über Otto Schauer. Die Kursleiterin Maria-Isabel Brandis erhielt das Werk „Das Leben hat sich direkt vor mich gestellt“ von einer Kursteilnehmerin geschenkt. Verfasst wurde es von der Kunsthistorikerin Bärbel Manitz, deren Forschungsschwerpunkte in der Kunstgeschichte Schleswig-Holsteins, der Architektur sowie der Malerei des 20. Jahrhunderts liegen. Ihre fundierten und zugleich persönlichen Betrachtungen eröffneten der Gruppe einen neuen Zugang zu dem Künstler. 

Während Otto Schauer in Deutschland nur einem kleineren Kreis von Kunstinteressierten bekannt ist, genießt sein Werk insbesondere in Frankreich hohe Anerkennung. Einige seiner Arbeiten befinden sich dort in bedeutenden Sammlungen und im Umfeld des Louvre.

Für die Teilnehmerinnen der Malgruppe wurde das Buch zum Ausgangspunkt einer spannenden künstlerischen Entdeckungsreise. Gemeinsam beschäftigten sie sich mit den Farben, Formen, Stimmungen und Gedankenwelten Otto Schauers. Ziel war dabei nicht die Nachahmung seiner Werke, sondern das Verständnis seiner Bildsprache und die Entwicklung eigener künstlerischer Antworten. Aus dieser intensiven Auseinandersetzung entstanden zahlreiche eigenständige Arbeiten, die nun in der Ausstellung zu sehen sind.

Die Donnerstagsmalerinnen widmen sich ein- bis zweimal jährlich einem besonderen Projekt, bei dem ausgewählte Künstlerinnen oder Künstler neu interpretiert und in ihren kunsthistorischen Zusammenhängen betrachtet werden. Dabei steht sowohl die künstlerische Entwicklung als auch die Frage im Mittelpunkt, welche Einflüsse das Schaffen eines Menschen prägen und weiterentwickeln. „Mir ist es wichtig, dass die Teilnehmerinnen sich immer wieder neu erfinden und die Vielfalt der Maltechniken kennenlernen“, erklärt die Kursleiterin. „Nicht jede Übung erscheint auf den ersten Blick sinnvoll. Oft zeigt sich erst später, dass gerade diese Herausforderungen das Sehen schulen und neue kreative Wege eröffnen.“

An der Ausstellung beteiligt sind Birthe Dietrich, Brigitte Sassenhagen, Christa Konrad, Dr. Susanne Gerstenberg, Elke Meimerstorf, Gaby Spiller, Jutta Thormählen, Karin Krenien, Lilly Brückner, Petra Bucklisch und Ursula Möller.