Frage:
Wie kann man auf die Idee kommen, den ökologisch überaus wertvollen Wald zwischen der Kaltenhöfer Straße und der Elisabethstraße abzuholzen, um eine Lagerfläche für Baumaterial zu schaffen? Nicht so wertvolle Flächen gibt es z.B. an der Schwartaubrücke (Wiesengelände). Die geplante Straße zur Elisabethstraße ist auch kein Argument, denn die könnte entlang der Autobahn zur Roonstraße entstehen.
Antwort:
Natürlich ist es überhaupt nicht hinnehmbar, Jahrhunderte alten Wald für Lagerflächen aufzuopfern. Diese Planung der deutschen Bahn ist nicht zu rechtfertigen. Allerdings sind auch die Wiesenflächen an der Schwartau keine Alternative. Dort erstreckt sich ein streng nach EU-Recht geschütztes FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) mit diversen bedrohten Pflanzenarten.
Die Ersatzstraße zur Erschließung der östlichen Elisabethstraße soll laut dem von der Deutschen Bahn beauftragten Planungsbüro deshalb nicht entlang der Autobahn gebaut werden, da dort kein tragfähiger Baugrund vorhanden sei. In anderen Fällen, so bei der Ersatzstraße zur Erschließung der Teerhofinsel, wird dann eine Pfahlgründung vorgesehen mit Trägerrost. Offenbar hält die Deutsche Bahn die erforderlichen Mehrkosten für unverhältnismäßig, den Verlust an innerstädtischem Wald aber als verhältnismäßig. Ob das rechtlich angefochten werden wird, bleibt abzuwarten.