Projekte 

2026 // Informationstafeln und neuer Aufenthaltsplatz

Auf der Basis eines gemeinsamen Gestaltungskonzeptes haben die Gemeinden Scharbeutz, Stockelsdorf, Ratekau, Timmendorfer Strand, Sierksdorf und Ahrensbök seit 2021 Informationstafeln und attraktive Aufenthaltsplätze an zentralen Dorfplätzen installiert.
Die gleichartig gestalteten Informationstafeln enthalten neben einem Ortsplan Angaben zur Dorfgeschichte, zu Sehenswürdigkeiten und/oder besonderen Orten im Dorf und in der näheren Umgebung.
Ziel des Kooperationsprojektes ist die Hervorhebung der Besonderheiten der Dörfer und die Steigerung ihrer Attraktivität als Ausflugsziel. Auch die Identifikation der Bevölkerung mit dem eigenen Wohnort wird auf diese Weise gestärkt. Die einheitliche Gestaltung erzeugt außerdem einen Wiedererkennungseffekt in der Region und somit eine Stärkung ihrer Identität als touristische Destination.

Im Jahr 2025 wird sich die Stadt Bad Schwartau diesem interkommunalen Projekt anschließen und drei Informationstafeln sowie einen Aufenthaltsplatz mit Sitzbank, Fahrradständer und Mülleimer im Stadtgebiet installieren.
Die Informationstafel Nr. 1 wird im Moorwischpark installiert und die Parks der Stadt vorstellen. Neben dem Moorwischpark wird die Tafel auch den Kurpark, den Bürgerpark und die jeweiligen Bad Schwartauer Parkbesonderheiten thematisieren. Da das Schild an einer viel frequentierten Fahrradstrecke liegt, wird es mit einem Aufenthaltsplatz kombiniert.
Die Informationstafel Nr. 2 wird am Wohnmobilstellplatz am Riesebusch installiert und touristisch-kulturelle Ziele in Bad Schwartau vorstellen. Neben dem Wald „Riesebusch“ mit renaturierter Schwartau und Wilhelmsquelle werden auch Kunstwerke in der nahegelegenen Innenstadt thematisiert.
Die Informationstafel Nr. 3 wird am sogenannten Ehrenhain der Stadt Bad Schwartau installiert. Die Tafel wird die verschiedenen Gedenkorte der Stadt thematisieren. Für Themen, die eine zeitgemäße Kontextualisierung bzw. detailliertere Informationen bedürfen (z.B. der sogenannte Ehrenhain), wird ein QR-Code in die Informationstafel integriert.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) über die LAG AktivRegion Innere Lübecker Bucht e.V. gefördert.

2020 // Der »Pythagoraeder«. Ein neues Kunstwerk im Kurpark

Am 01. September 2020 war es soweit: das Kunstwerk Pythagoraeder wurde im Kurpark der Stadt Bad Schwartau feierlich eingeweiht. Bei strahlend blauem Himmel vollzogen die Bürgervorsteherin Wiebke Zweig, der Bildhauer Josef Wieczorek sowie das Stifter-Ehepaar Günter Stave und Ingelore Martiny die Einweihung, indem sie symbolisch ein rotes Band vor dem „Pythagoraeder“ zerschnitten. Untermalt wurde die Zeremonie von den Klängen der Harfenistin Jara Egen.


Mit Dankesworten an die Eheleute Günter Stave und Ingelore Martiny führte Bad Schwartaus Museums- und Kulturmanagerin in die Zeremonie ein: „Als Kulturverantwortliche möchte ich Günter Stave und Ingelore Martiny meinen Dank aussprechen. Sie haben der Stadt Bad Schwartau ein überaus großzügiges und zudem künstlerisch extrem spannendes Geschenk gemacht. Kunstwerke, die sich konkret mit mathematischen Formeln auseinandersetzen sind selten. Insofern freue ich mich sehr, dass Bad Schwartau nun über ein solch interessantes Kunstwerk verfügt, das von nun an einen neuen ästhetischen Blickfang im Kurpark schafft.“

Bürgervorsteherin Wiebke Zweig lobte in Ihrem Grußwort den einzigartigen Charakter des  Kunstwerks und sprach dem Künstler Josef Wieczorek ihre Bewunderung aus: „Dieses Kunstwerk ist etwas ganz neues für Bad Schwartau. Es ist nicht 08/15 und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit für Aufmerksamkeit sorgen – aber genau das macht Kunst aus. Sie soll anregen, auffallen, polarisieren, den Menschen etwas zum Denken geben. Was wäre ein Kunstwerk im öffentlichen Raum, wenn es so gefällig wäre, dass man daran vorbei geht und es nicht einmal bemerkt? Der „Pythagoraeder“ wird bemerkt. Und daran merkt man: hier ist etwas gelungen.“

Zudem dankte Sie dem Ehepaar Stave-Martiny für ihr Engagement und fand anerkennende Worte für Herrn Staves mathematische Kreativität: „Dass das Kunstwerk „Pythagoraeder“ auf einer mathematischen Besonderheit beruht, die Sie, Herr Stave, in Bad Schwartau entwickelt haben, soll an dieser Stelle nochmal besonders herausgestellt werden.  Zumeist sind Mathematiker ja Künstler ohne Publikum. Um die Schönheit mathematischer Beweise nachzuvollziehen, muss man nämlich eigentlich mit ihnen vertraut sein. Das Kunstwerk „Pythagoraeder“ aber visualisiert Ihr mathematisches Werk auch für Laien – und das macht es so bemerkenswert!“

Nachdem Ingelore Martiny in ihrer Rede eindrucksvoll beschrieb, wie ihr Ehemann die mathematische Idee des „Pyhtagoraeders“ entwickelte und Josef Wieczorek in seiner Rede die spannende Entwicklung darlegte, die das Kunstwerk von der Idee bis zur Aufstellung durchlaufen hatte, stießen die Gäste mit Sekt und Canapés auf das neue Kunstwerk in Bad Schwartau sowie die gelungene Einweihung an.


Zum Kunstwerk

Das von Günter Stave im Jahr 2010 entwickelte Objekt „Pythagoraeder“ realisiert die Idee, aus dem zweidimensionalen Lehrsatz des Pythagoras a² + b² = c² einen dreidimensionalen Körper zu verwirklichen. Infolge dieser Entdeckung des zu jenem Zeitpunkt 84-jährigen Diplom-Ingenieurs, erwuchs die Idee, ein Kunstwerk aus diesem mathematisch basierten Werk entstehen zu lassen. So beauftragten Günter Stave und dessen Ehefrau Ingelore Martiny den Bildhauer Josef Wieczorek, ein großformatiges Kunstwerk auf Basis der mathematischen Vorgaben des „Pythagoraeder“ zu gestalten. Da Günter Stave den „Pythagoraeder“ in Bad Schwartau entwickelte, entschieden die Eheleute, das Kunstwerk der Stadt zum Geschenk zu machen. Die Schenkung wurde im August 2020 vollzogen.

Der „Pythagoraeder“ ist aus auf Hochglanz poliertem Edelstahl gefertigt. Er steht auf einem Metallgerüst, das wiederum auf einem Sockel aus schwarzem Granit installiert ist. Die Gesamtkonstruktion ist ca. 3,5 Meter hoch.

Das Kunstwerk ist ab sofort täglich zu besichtigen und steht im Kurpark auf der Wiese vor der Holstein Therme.