Ehemaliges Amtsgericht: Unser Wahrzeichen im Herzen der Stadt als neues Wohnzimmer oder als sicherer Ankerplatz?
Mit diesen und anderen Fragen rund um die zukünftige Nutzung des 1909/1910 im Stil der Neorenaissance errichtete, denkmalgeschützte ehemalige Amtsgericht befasst sich intensiv ein engagiertes Projektteam im Rathaus.
So ist eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre mit freiwilligen, zwanglosen Treffen von Menschen ebenso denkbar wie eine stabile und frequenzstarke Hauptnutzung (z.B. eine Bücherei), die als „Anker“ für das Gebäude dient. Eine solche Nutzung zieht Menschen an, schafft Präsenz und Stabilität und wirkt als Katalysator für weitere Aktivitäten und ergänzende Nutzungen.
In einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 09.07.2025 wurde u.a. die Grundsatzentscheidung getroffen, das ehemalige Amtsgericht – ggf. unter Einbeziehung eines baulichen Ergänzungsbaus – als sogenannten „Dritten Ort“, einem Ort der Gemeinschaft und des Austausches, weiterzuentwickeln.
Erste Zwischenergebnisse für ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept
Das Unternehmen BIG Städtebau wurde mit der Konkretisierung der Machbarkeitsstudie beauftragt und präsentierte in der Sitzung des Hauptausschusses am 09.03.2026 erste Zwischenergebnisse:
Nach der Püfung von baurechtlichen Voraussetzungen und mit der Einbindung von unterschiedlichsten Akteuren der Stadtgesellschaft ist das Ziel, eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für eine Weiterentwicklung des ehemaligen Amtsgerichts zu einem Ort der Begegnung zu erarbeiten. Ist ein politischer Beschluss gefallen, schließt sich die Entwicklung einer geeigneten Ausschreibung für die Planung und Umsetzung des Projektes an.
Nächste Schritte:
→ Start des Konzeptes zur Weiterentwicklung der Bücherei als ein Hauptnutzer (sog. Anker-Nutzer)
→ Workshop der möglichen Hauptnutzer, u.a. zur Spezifizierung des Raumbedarfs
Chronik der Entwicklungen:
In den unten stehenden Aufklapptexten kann das bisherige Geschehen rund um die Entwicklung des ehemaligen Amtsgerichts zu einem Ort der Begegnung nachgelesen werden.
09.03.2026 // Zwischenergebnisse im Hauptausschuss
In der Sitzung des Hauptausschusses am 09.03.2026 legte die Stadtverwaltung einen Sachstandsbericht zur Umsetzung der Machbarkeitsstudie für ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für das ehemalige Amtsgericht vor:
Tanja Nagelsmeier von der BIG Städtebau erläuterte mit Präsentationsfolien die Zwischenergebnisse der Konkretisierung der Machbarkeitsstudie und beantwortete Fragen:
Details zum Ablauf der Sitzung finden Sie HIER
09.07.2025 // Beschluss der Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung kommt der Empfehlung des Hauptausschusses nach und fasst in ihrer Sitzung am 09.07.2025 den Beschluss zur folgenden Machbarkeitsstudie:
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt:
- Die beigefügte Machbarkeitsstudie für ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für das ehemalige Amtsgericht wird unterstützt.
- Die Verwaltung wird beauftragt, auf dieser Grundlage die weiteren Planungsschritte vorzubereiten, insbesondere:
a. die baurechtlichen Voraussetzungen zu prüfen und einzuleiten,
b. das Nutzungskonzept zu konkretisieren unter Einbindung relevanter Akteure. Dabei sollen insbesondere die Synergien zwischen Vereinen, Volkshochschule, Bücherei, Museum, Stadtarchiv sowie weiteren potenziellen Nutzergruppen und deren erforderliche Flächenbedarfe berücksichtigt werden. Ziel ist es, auf dieser Grundlage eine geeignete Ausschreibung vorzubereiten,
c. eine passende Ausschreibung für die Planung und Umsetzung des Projekts zu entwickeln.
3. Es wird die Grundsatzentscheidung getroffen, das ehemalige Amtsgericht – ggf. unter Einbeziehung eines baulichen Ergänzungsbaus – als „Dritten Ort“ weiterzuentwickeln.
4. Der Hauptausschuss wird durch die Verwaltung in jeder Sitzung über den aktuellen Sachstand informiert.
Details zum Ablauf der Sitzung finden Sie HIER
02.07.2025 // Beschluss des Hauptausschusses
In der Sitzung des Hauptausschusses am 02.07.2025 wurde ein Beschluss zur folgenden Machbarkeitsstudie gefasst:
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung
1. Die beigefügte Machbarkeitsstudie für ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für das ehemalige Amtsgericht wird unterstützt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf dieser Grundlage die weiteren Planungsschritte vorzubereiten, insbesondere:
a. die baurechtlichen Voraussetzungen zu prüfen und einzuleiten,
b. das Nutzungskonzept zu konkretisieren unter Einbindung relevanter Akteure. Dabei sollen insbesondere die Synergien zwischen Vereinen, Volkshochschule, Bücherei, Museum, Stadtarchiv sowie weiteren potenziellen Nutzergruppen und deren erforderliche Flächenbedarfe berücksichtigt werden. Ziel ist es, auf dieser Grundlage eine geeignete Ausschreibung vorzubereiten,
c. eine passende Ausschreibung für die Planung und Umsetzung des Projekts zu entwickeln.
3. Es wird die Grundsatzentscheidung getroffen, das ehemalige Amtsgericht – ggf. unter Einbeziehung eines baulichen Ergänzungsbaus – als „Dritten Ort“ weiterzuentwickeln.
4. Der Hauptausschuss wird durch die Verwaltung in jeder Sitzung über den aktuellen Sachstand informiert.
Details zum Ablauf der Sitzung finden Sie HIER
21.05.2025 // Diskussion im Hauptausschuss
Nach dem Hauptausschuss am 19.03.2025 wurde den Fraktionen und Parteien/Wählergruppen in Einzelterminen eine Begehung durch das ehemalige Amtsgericht ermöglicht. Hierbei ging es vor allem darum, die Kleinteiligkeit des Bauwerkes aus der Nähe zu betrachten und darum, auf individuelle Fragestellungen einzugehen.
Auf die Fragen, die sich durch die Begehungen ergaben, wurde in der Sitzung des Hauptausschusses am 21.05.2025 eingegangen. Zudem wurde in dieser Sitzung ein Ausblick auf die sich an die Machbarkeitsstudie anschließenden Schritte gegeben.
Details zum Ablauf der Sitzung finden Sie HIER
19.03.2025 // Präsentation im Hauptausschuss
Im Rahmen des Hauptausschusses am 19.03.2025 um 18:00 Uhr wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe nochmal öffentlich im Ratssaal der Stadt Bad Schwartau präsentiert.
Details zum Ablauf der Sitzung finden Sie HIER
17.02.2025 // Abschlussveranstaltung des Beteiligungsprozesses
Am 17.02.2025 wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Krummlandhalle um 18:00 Uhr vorgestellt. Hier können Sie die Präsentation, die bei der Veranstaltung gezeigt wurde, einsehen:
Überdies können Sie hier die Dokumentation zu der Veranstaltung einsehen:
04.11.2024 // 3. Treffen der Arbeitsgruppe
Das dritte Treffen der Arbeitsgruppe fand am 04.11.2024 statt. Hier können Sie die Fotodokumentation zu der Veranstaltung einsehen:
17.09.2024 // 2. Treffen der Arbeitsgruppe
Das zweite Treffen der Arbeitsgruppe fand am am 17.09.2024 statt. Hier können Sie die Fotodokumentation zu der Veranstaltung einsehen:
15.07.2024 // 1. Treffen der Arbeitsgruppe
Die Ideenwerkstatt am 01.07.2024 bildete den Auftakt für das partizipative Verfahren. In der Folge erarbeitete eine vielfältig besetzte Arbeitsgruppe einen Konzeptentwurf. Alle interessierten Personen waren aufgerufen, sich an die Mitglieder der Arbeitsgruppe zu wenden und ihre Wünsche je nach Themengebiet bzw. Interessengruppe per Email bei den zuständigen Arbeitsgruppenvertretern bzw. den zuständigen Arbeitsgruppenvertreterinnen vorzubringen.
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Interessensgruppe |
Teilnehmer |
E-Mail-Adresse |
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CDU |
Andreas Marks |
Andreas.Marks@bad-schwartau.de |
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FDP |
Dimitri Adamovski |
dimitri.adamovski@fdp-bad-schwartau.de |
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Grüne |
Folkert Jeske |
Folkert.Jeske@bad-schwartau.de |
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SPD |
Hansjörg Thelen |
Hansjoerg.Thelen@bad-schwartau.de |
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WBS |
Peter Golik |
Peter.Golik@bad-schwartau.de |
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WiBS |
Dr. Thomas Podella |
Thomas.Podella@bad-schwartau.de |
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Nachbarschaft |
Renate Kastorff-Viehmann |
kastroff-viehmann@fh-dortmund.de |
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Aktivgruppe für Handel und Gewerbe |
Dietrich Klindwort |
dietrich@klindwort.de |
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Bildung |
Annika-Marie Dabelstein-Martens |
richard.martens@outlook.com |
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Beratung & Soziales |
Heide Plücker |
heide.pluecker@t-online.de |
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Religionsgemeinschaften |
Andreas Rohwer |
pastor-rohwer@kirche-bad-schwartau.de |
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Kinder- und Jugendparlament |
Mylo Marquardt |
Mylo.marquardt@gmail.com |
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Kunst |
Karin Klindwort |
karin@klindwort.de |
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Kultur |
Joachim Wallmeroth |
jowa333@t-online.de |
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Kultur |
Holger Klindwort |
kanzlei@klindwort.de |
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Museum der Stadt Bad Schwartau |
Judith Ohrtmann |
museum@bad-schwartau.de |
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Stadtarchiv |
Sven Reiß |
stadtarchiv@bad-schwartau.de |
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Verwaltung |
Dr. Akbar Nassery |
Akbar.Nassery@bad-schwartau.de |
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe fand am 15.07.2024 statt. Hier können Sie die Fotodokumentation zu der Veranstaltung einsehen:
01.07.2024 // Auftaktveranstaltung des Beteiligungsprozesses
Das ehemalige Amtsgericht am Marktplatz in Bad Schwartau ist ein denkmalgeschütztes Gebäude von hoher städtebaulicher, architektonischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Es wurde 1909/1910 im Stil der Neorenaissance errichtet und markiert durch seine zentrale Lage und architektonische Präsenz einen prägenden Punkt in der Innenstadt – zwischen Rathaus, Markt und Kurpark. Seit dem Erwerb durch die Stadt im Jahr 2019 wurde das Gebäude in unterschiedlichen Nutzungen eingesetzt, u.a. als Impfzentrum, Stadtarchiv, Museumsdepot und Verwaltungsgebäude der städtischen Betriebe.
Im Rahmen der Städtebauförderung „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ wurden im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zentrale Herausforderungen für die Innenstadtentwicklung formuliert: Die Innenstadt als Ort der sozialen Begegnung steht unter zunehmendem Druck und muss neu gedacht werden. Ziel ist eine multifunktionale, generationenübergreifende Belebung, die Angebote aus Kultur, Bildung, Beratung und Ehrenamt zusammenführt und Räume für Teilhabe schafft.
Vor diesem Hintergrund beauftragte die Stadt Bad Schwartau im Jahr 2024 die Bürogemeinschaft Tollerort, Dau-Schmidt und Meyer Steffens mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines tragfähigen Nutzungskonzepts für das ehemalige Amtsgericht. Wesentlicher Bestandteil des Prozesses war eine intensive und breit aufgestellte Beteiligung der Stadtgesellschaft.
Am Montag den 1. Juli 2024 fiel um 18:00 Uhr der Startschuss für die Entwicklung eines Nutzungskonzepts für das ehemalige Amtsgericht der Stadt Bad Schwartau. Unter dem Motto „Aufbruch am Markt“ hatte die Stadt an diesem Abend zu einer Ideenwerkstatt in die Krummlandhalle eingeladen. Was bei dieser partizipativen Veranstaltung geschah, können Sie in der Dokumentation zur Auftaktveranstaltung nachlesen: